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Ein Spaziergang im Euloer Bruch
08.11.2015 15:26 - Helmut Fleischhauer
Müntzelteich Nixe am Malxewehr
Zum Ansehen der Fotos in der Bilderstrecke auf eines der Fotos klicken

Der Euloer Bruch ist seit 1937 Naturschutzgebiet und Refugium für viele seltene und bedrohte Pllanzen- und Tierarten. In den vergangenen Jahren wurden dort Lehrpfade eingerichtet und an den Wegen weisen Schilder auf die Pflanzen- und Tierwelt hin.
Ein Spaziergang dort lohnt zu jeder Jahreszeit.
Wer mit dem Auto kommt, biegt an der geknickten Vorfahrt der Cottbuser Straße (B 112) in Eulo in den Meisenweg ab. Noch vor Erreichen des Naturschutzgebietes steht ein Parkplatz zur Verfügung.
Von dort sind es ein paar Hundert Meter zu den Anzuchtteichen der Euloer Fischwirtschaft. Die Zucht von Karpfen und Zander wir ökologisch betrieben, so werden die Teiche mit Pferdemist gedüngt.
Vor der Malxebrücke (dort steht auch das Schild in Bild 1) führt ein Weg in Richtung Nordwesten entlang der Malxe. Rechts und links des Weges sind Teiche. Am Ende der Teiche beginnt Wald. Der Weg links führt zur Sängerbank. Rechts des Weges liegt vor der Sängerbank der Mützelteich. Wer Glück hat, kann hier Eisvögeln begegnen. Reiher, die ebenfalls gerne dort aufhalten sind sehr scheu und wechseln bei Störungen sofort den Standort.
An der Sängerbank geht es links ab und zurück in Richtung Anzuchtteiche. Dort angekommen, weist eine weitere Tafel auf den Eiskeller hin (Bild 4).
Früher wurden im Winter Eisblöcke in der Teichen geschnitten und im Eiskeller, Hügeln mit waagerechten Stollen, eingelagert. Die Blöcke dienten auch im Sommer zur Kühlung von frischen Lebensmitteln.
Heute sind die Hügel verschwunden, der Sand wurde als Baumaterial abgebaggert. Heute ist nur noch ein halb weggebaggerter Hügel und eine tiefe Mulde davon zu sehen.
Noch nach dem Krieg sollen die gemauerten Eingänge der Stollen dort zu sehen gewesen sein.

Zum Abschluß bietet sich noch ein kleiner Abstecher zur Nixe am Malxewehr an.
Mehr über die Nixe ist hier zu lesen.





Der Text auf der Infotafel zum Eiskeller:
Die von Menschenhand angelegten Teiche in unmittelbarer Nähe zum Eiskeller dienten in den Wintermonaten durch gefrierendes Wasser zur Eisgewinnung. Das Eis auf dem Wasser, welches etwa 15-20 cm dick gefroren war, wurde in Blöcke von etwa 50-60 cm geschnitten um sie dann für die Sommermonate zur Kühlung von Molkereiprodukten und Fleischerzeugnissen aufzubewahren.
Die Abfuhr der Eisblöcke in den Sommermonaten bis zu den Betrieben in Forst erfolgte mit Pferdefuhrwerken.


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