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Lohmühle vor dem Abriss

Lohmühle vor dem Abriss
unbekannt -
Standort: Kleine Amtstraße
Foto © Sammlung Hagen Pusch
Hinzugefügt am 01.02.2016

Das Foto wurde vermutlich um 1925/1926 aufgenommen.
In der LR wurde 2006 mal von Gerd Kundisch berichtet, die Lohmühle sei 1915 - mit Verrohrung des Lohmühlgrabens - abgerissen worden, aber das trifft nach Ausweis des Lagerbuches nicht zu: Es gab auf jeden Fall bis Mitte der 1920er Jahre noch eine Altbebauung auf dem Grundstück der Lohmühle.
[Obiger Text Dr. Klußmann]

Die Lohmühle ganz am Beginn des Lohmühlgrabens gehörte der Schusterinnung. Der Betrieb der Lohmühle war abgabenfrei, im Gegenzug war die Schusterinnung für die Instandhaltung des Grabens verantwortlich.
In der Mühle wurde Rinde, z.B. von Eichen, gemahlen. Lohe wird als Gerbmittel zur Herstellung von Leder verwendet.
Heute werden überwiegend chemische Gerbmittel verwendet, nur in einigen Ländern wie z.B. Marokko, wird noch natürliches Gerbmittel aus Rinde gewonnen.
Der Name Lohmühlgraben hat also hier seinen Ursprung.
Wälder, die zur Gewinnung von Rinde dienten, nannte mal Lohwälder.

Die Forster Lohmühle brannte 1866 ab. Die Schusterinnung verkaufte die Lohmühle und den Lohmühlgraben an die Stadt. Da der Graben nicht mehr benötigt wurde, wurde er 1915 verrohrt und dient heute als Schmutzwasserkanal, also Regenwasser. Die Abwasserleitungen sind getrennt von den Schmutzwasserleitungen.

Historische Fotos
Lohmühle vor dem Abriss Lohmühle vor dem Abriß


Standort


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© der Standortkarte: OpenStreetMap-Mitwirkende.
Lizensiert unter der CC BY-SA-Lizenz Siehe OpenStreetMap.



 
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