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Besuch von Silvio Ukat in Forst (Lausitz)
18.09.2015 17:10 - Helmut Fleischhauer
Heute besuchte Silvio Ukat, Teilnehmer beim „1. Internationalen Kunstsymposium der Rosenstadt Forst (Lausitz)“ 2013, und konnte zum ersten Mal sein Werk „Border Gate“ an seinem Standort auf der Reisigwehrinsel in natura sehen.
Ihn interessierte das Umfeld nach nunmehr über 2 Jahren, der Zustand seines Kunstwerkes und auch die der anderen Künstlerinnen und Künstler.
Vor dem Besuch der Reisigwehrinsel inspizierte er mit Sabine Lindner Holzstämme, die auf einer Fläche gelagert sind um zu sehen, ob sie für eine 2. Auflage eines Kunstsymposiums geeignet sind.

Silvio Ukat war vom Zustand seiner Skulptur angetan. Natürlich haben sich in einigen Rissen Pilze angesiedelt.
„Holz ist ein sich veränderndes Material, ganz besonders wenn es im öffentlichen Raum steht und der Witterung ausgesetzt ist. Die Farbe des Holzes und die Farben verändern sich. Ich möchte solch ein Kunstwerk nicht „restaurieren“, also den ursprünglichen Zustand wiederherstellen, mir geht um den Erhalt. Deshalb habe ich das Kunstwerk sehr sorgfältig grundiert, einen Schutzanstrich und dann die Farben aufgebracht“, so Silvio Ukat. Heute erneuerte er die inzwischen etwas verblassten Farben der Rosen und der grünen Bereiche. Bei einem Rundgang über die Reisigwehrinsel betrachtete er sehr sorgfältig die Skulpturen der anderen Künstlerinnen und Künstler und machte viele Fotos.
Silvio Ukat: „Jeder Stamm ist anders und enthält mehr oder weniger Feuchtigkeit. Während des Symposiums brach obendrein sozusagen der Monsun über uns herein … Danach kam das Hochwasser. Die Skulpturen sind alle unterschiedlich aber in durchaus gutem Zustand. Ich möchte mich auch für den Einsatz vor Ort zum Erhalt bedanken.“

Silvio Ukat erzählte noch etwas interessantes zum Thema Holz und Skulpturen.
„Inzwischen hatte ich eine Reihe von Aufträgen für Grabmäler aus Holz. Viel Menschen schätzen es, dass sich Holz verändert, ganz besonders an einer Grabstelle. Im Laufe der Jahre verblasst die Inschrift so wie die Trauer nachlässt. Bei einem Grabstein aus Marmor sieht das nach zwanzig Jahren noch so aus, als wäre es gestern gewesen. Das tut Menschen weh.“

Silvio Ukat: „Für mich war es spannend, an dem Symposium teilnehmen zu können. Hier an der Grenze zu Polen und damit zum Osten. Für Menschen im Westen ist es so weit weg. Ursprünglich war ja eine Tür im „Border Gate“ geplant, die bereits fertig war. Das Tor ist aber so wuchtig, dass ich es nicht eingebaut habe. Als offenes Tor wirkt es so, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Seit das „Border Gate“ an seinem Platz steht, ist es eines der beliebtesten Fotomotive der Besucher des Ostdeutschen Rosengartens geworden. Habe so manche Paare in dem Tor mit deren Kamera fotografiert.

Da ist noch etwas, das fehlt … da nicht wenige Besucher an der Brücke zur Reisigwehrinsel umkehren. Ein Schild als Hinweis auf die Wildrosen und den Skulpturenweg auf der Reisigwehrinsel wäre sehr hilfreich. Gesehen wird das Verwaltungsgebäude und nicht das, was sich auf der Reisigwehrinsel an Schätzen verbirgt.

Foto 1: Silvio Ukat am "Border Gate"
Foto 2: Gustav und Silvio Ukat mit Sabine Lindner, der Initiatorin des Kunstsymposiums und Ideengeberin dieser Webseite
Foto 3: Beim Rundgang





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