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Ein Besuch beim (Lebens)Künstler der Zeitmaschinen
06.09.2019 16:38 - Helmut Fleischhauer

Zum Ansehen der Fotos in der Bilderstrecke auf eines der Fotos klicken

Vor zwei Wochen besuchte ich nach einiger Zeit wieder einmal René Seidel, den kreativen Künstler, der faszinierende „Zeitmaschinen“ baut. Seine Uhren halten die Zeit natürlich nicht auf und versetzen einen auch nicht in eine andere Zeit, aber alles läuft vergnüglicher ab. Etwas an seinen Werken ist immer in Bewegung und fesselt den Blick.
Jedes seiner Werke ist ein Unikat aus Messing, Stahl, Zahnrädern, feinen Stahlsehnen, selbst gefertigten Speichenrädern, Schnurrollen und was er so an Materialien findet.
Die Unikate bestehen aus zwei Bereichen, einer Uhr und einem mechanischen Zauberwerk.
In seiner Werkstatt zeigt er mir eines seiner Kunstwerke, das gerade in Arbeit ist. Auf den ersten Blick sieht seine Werkstatt, ich sage mal, individuell aus. Er weiß aber genau, was wo zu finden ist. Zeichnungen fertigt er nicht an. Für das Fräsen der Zahnräder hat er sich ein Tabelle angefertigt, auf der der notwendige Durchmesser des Rohteiles und die daraus resultiere Anzahl der Zähne aufgeschrieben ist.
René: "Zeichnungen fertige ich nicht an, ich habe alle Entwürfe und Zeichnungen im Kopf." "So kann Niemand diese Zeichnungen stehlen" , entgegne ich. "Genau, gelagert wie in einem sicheren Tresor."
Bei einem Treffen im Garten einer Freundin anlässlich ihres Geburtstages habe ich René im vergangenen Jahr kennengelernt. Dabei war noch ein ehemaliger Konzertmusiker und seine Lebensgefährtin, eine ehemalige Sängerin, die sich aber der Kunst verschrieben hat. Die Chemie passte sofort und es wurde ein vergnüglicher Nachmittag.
Bei dem Besuch in der vergangenen Woche verging die Zeit wie im Flug mit Gesprächen über Gott und die Welt, Kunst, Kultur, Politik und Geschichte. Auch das Lachen kam nicht zu kurz.

Ich fragte ihn, wie die Nachfrage nach seinen Werken ist und er antwortete: „Ich bin nun Rentner und komme damit zurecht, da ich zum Glücklichsein keinen Luxus brauche. Mir fallen beim Bau einer neuen Uhr immer wieder neue oder auch skurrile Dinge ein. Wenn sie dann fertig ist, fällt es mir schwer, mich davon überhaupt zu trennen. Außerdem möchte ich nicht unter Zeitdruck stehen. Mir bereitet das, was ich tue, große Freude. Es ist für mich.“

Der Beitrag erschien im Forster Wochenblatt in der Ausgabe 35







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