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Versunken und ausgegraben und nun wieder verschollen – ein Taufstein mit Biberstein/Bieberstein-Wappen
18.01.2015 14:00 - Frank Henschel
1886 wurde die Kirche in Noßdorf bei Forst restauriert. Bei den Arbeiten an der Südwand der Kirche wurde ein aus einem Stück Sandstein gemeißelter Taufstein ausgegraben. Der Stein hatte in etwa eine Höhe von 80 cm und eine Breite von 60 cm. Besonders auffällig ist im Mittelstück ein 15 mal 10 cm großes Wappenschild mit der Hirschstange der Bibersteiner. Flankiert wird das Wappen von zwei Löwen.
Diese Beschreibung und die einzige bekannte Abbildung des Taufsteins stammen vom Superintendenten Hermann Böttcher (gest. 1924), der auch zu den Gründern der ersten Forster Museumssammlung gehörte.
Böttcher datiert den Stein unter Abwägung der Stilistik und des Taufritus „per
infusionem“ (Übergießen) in das 14. Jahrhundert. Zudem geht er davon aus, dass dieser ursprünglich in der Forster Stadtkirche stand, dort ausgemustert wurde und so nach Noßdorf kam. Auch hier wurde er später ausgemustert und versank vor der Kirche im weichen Boden.

Der Taufstein kam nach seinem Auffinden in die Forster Museumssammlung. Das Museum im „Alten Amt“ wurde 1945 zerstört. Wobei auch bedeutende Auslagerungen (z.B zum Lerchenfeld) bekannt sind.

UND NUN gehen die Aussagen zum Verbleib des Taufsteines auseinander.
Grundsätzlich ist bekannt, dass die Reste der Forster Museumssammlung nach dem 2. Weltkrieg viele Male umgezogen sind.
Luisenschule/Goetheschule,
Cottbuser Strasse 26,
Jahnschule,
Museum Schloss Branitz,
Forst in Frankfurter Str. 19 (neben Schuhmacherei Biedermann),
Am Haag 4,
und 1981 in die Jahnschule,
heute sind die Reste im Brandenburgischen Textilmuseum.

Zum Taufstein gibt es zwei Aussagen. Einmal soll er noch im Umfeld der Jahnschule gestanden haben. Wobei sich diese Aussage wohl auf den Zeitraum um 1952 bezieht. Die Museumssammlung befand sich in dieser Zeit in zwei Zimmern im fünften Stock der Schule. Ab dieser Zeit verliert sich die Spur des Taufsteins. Diese Information soll von dem Museumsverantwortlichen Max Balde selbst stammen.

Die andere Information stammt von Helfern aus dem Umfeld von Max Balde. Sie kannten sich in der Sammlung gut aus und halfen bei den vielen Umzügen. Ihnen ist so ein besonderer Stein mit Biberstein Wappen nie aufgefallen.

Dennoch soll die Hoffnung nicht aufgegeben werden, eines der wohl geschichtsträchtigsten und ältesten Forster Stücke erneut wieder zu finden.

Informationen dazu erbittet:

Stadtarchiv Forst
Dr. Jan Klußmann
Tel.: 03562 989-114
email: j.klussmann@forst-lausitz.de

oder

Frank Henschel
mobil 0172 -3759660
f.henschel@gmx.de

Abbildungen: Sammlung Frank Henschel



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