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Einst schmückten sie das Amtszimmer des Forster Oberbürgermeisters – die verschollenen Rosengarten-Gemälde von Max Heilmann
09.05.2022 14:50 - Frank Henschel
Aktualisiert im Mai 2022

„Der Kunstmaler Max Heilmann aus Frankfurt/Oder weilte 1939 in Forst und erhielt vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Friedrich den Auftrag, zwei Gemälde von der Wehrinsel zu malen.
Diese sollten der städtischen Bildersammlung zugeführt werden und als Vorlage für die Herstellung künstlerischer Postkarten dienen. Max Heilmann suchte mehrere Plätze im Rosengarten auf und begann zu malen. Als er die Ölgemälde fertig gestellt hatte, erhielt die Firma Trowitzsch & Sohn in Frankfurt/Oder den Auftrag, von diesen Motiven Postkarten zu drucken. Die Forster Stadtverwaltung ließ anschließend die Gemälde rahmen, um sie im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters platzieren zu können. Eines der Gemälde zeigte die Neuheitenabteilung im Ostdeutschen Rosengarten, auf dem zweiten blühten an der Stelle die Rosen, wo die Festspiele stattfanden. Der Verbleib der in Silber gerahmten Bilder ist unbekannt, vermutlich wurden sie, wie das Rathaus selbst, 1945 ein Opfer der Flammen.“ So stand es in der Lausitzer Rundschau (Online-Ausgabe vom 23. Juni 2004)
Mittlerweile gibt es hoffnungsvolle Indizien, dass die Gemälde vielleicht doch nicht verbrannt sind.
Der Bericht eines Referenten des Bürgermeisters aus den Februartagen des Jahres 1945 macht deutlich, dass u.a. Gemälde aus dem Forster Museum (damals Altes Amt) und aus dem Rathaus (damals noch hinter Stadtkirche) ausgelagert wurden. So ist gesichert, dass ein etwa zwei Meter breites Gemälde ( Blick vom Hornoer Berg nach Forst) aus dem damaligen Stadtverordnetensitzungssaal verlagert wurde und später in der 1953 neu errichteten Wehrinselgaststätte einen Platz fand. Das Bild ist 1938 vom Maler Carl Alexander Brendel ebenfalls aus Frankfurt/Oder gemalt worden und hat nun seinen Platz im Brandenburgischen Textilmuseum Forst.
Gut möglich, dass es bei den verschollenen Rosengarten-Gemälden eine ähnliche Geschichte gibt. Zum Glück sind uns von den beiden Ölbildern zwei Postkartenmotive überliefert, sodass die Suche nach den Originalen unter guten Voraussetzungen möglich ist.

Wer die Rosengarten-Gemälde von Max Heilmann kennt oder etwas über den Verbleib sagen kann, ist gebeten sich an das

Museumsverein Forst
"Arbeitsgemeinschaft Verschollenes"
Frank Henschel
0172 3759660
f.henschel@gmx.de






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