Startseite

17 Kulturwege
515 Einträge
mit 1773 Fotos

Aktuelles
Verschollenes

Historische Galerie
Fotogalerie
Veränderungen
Fotospaziergänge

Fotos ges.: 5965

Zufallsbild

Gefallenendenkmal in Keune

Werbung
Rosen & Kunst

Werbung


Vorheriger Beitrag    Nächster Beitrag


Neues zur Hänsel-Halle (Reithalle) in Forst (Lausitz)
27.10.2016 17:43 - Helmut Fleischhauer

Zum Ansehen der Fotos in der Bilderstrecke auf eines der Fotos klicken

Am 10.03.2016 veröffentlichte ich einen Aufruf zur Hänsel-Halle von Uwe Jörgler. Er wunderte sich, warum darüber kaum etwas bekannt ist.
Die Reithalle wurde von dem Tuchfabrikanten und Reiter Hänsel in Auftrag gegeben und war bei der Fertigstellung 1935 eine der größten Reithallen Deutschlands.

1936 hatte die SA durch einen Erlass Hitlers das „Nationalsozialistische Reiterkorps“ (NSRK) ins Leben gerufen, dessen Zweck eine „einheitliche Ausbildung im Reiten und Fahren vor der [Militär]Dienstzeit“ sein sollte.
Alle 18-20jährigen männlichen Reiter (die Mitglieder in einem ländlichen Reitverein waren) mussten dem NSRK angehören, wenn sie für die vormilitärische Ausbildung im Reiten und Fahren in Frage kamen bzw. den „Reiterschein“ erwerben wollten. Für die gesamte Reit- und Fahrausbildung innerhalb des NSRK war die SA verantwortlich.

Diese Struktur wurde allmählich von der SS übernommen.

Neben München gab es auch in Hamburg eine SS-Reitschule. Diese wurde im Februar 1938 als Nachfolgeinstitution der Schule in Forst/Lausitz gegründet

Von 1936 bis 1938 war also eine SA- bzw SS-Reitschule in Forst (Lausitz). Der Standort war die Hänsel-Reithalle.

„Das Militär stellte nicht nur bei den Olympischen Spielen 1936 alle Reiter der deutschen Equipe, sondern es brachte auch international die erfolgreichsten Reiter hervor. Sie zu beerben, war ehrgeiziges Ziel des SS-Reiter, welches sie mit der SS-Hauptreitschule in München als Hauptausbildungsstätte zügig durchzusetzen vermochten.“

Gestern hat mir Stefan Redlich Fotos aus dem Familienalbum übersandt. Besten Dank dafür.
Die Fotos stammen von dem Bruder seines Großvaters (Carl Redlich +1940), der Großvater und sein Bruder waren Mitglieder der Reiter-SS.
Im Album ist notiert: „Forst/Lausitz Kurs zum Erwerb des Deutschen Reitsportabzeichens im Reiten und Fahren, 21.10. bis 24.10. 1937"

Dieser Beitrag sollte ein wenig Licht in die Hänsel-Reithalle bringen. Da es sich um historische Fotos handelt, habe ich sie belassen wie sie sind. Ich denke, das ist rechtens. Bei historischen Fotos bestimmte Symbole zu überdecken ist meines Erachtens völliger Blödsinn.
Wer weiter recherchieren möchte und Quellen findet, möge das bitte mitteilen. Diese Informationen überhaupt zu finden war nicht ganz einfach.
Der Reiter Hänsel musste Mitglied des NSRK werden um an Turnieren teilnehmen zu können. Da seine Reithalle zu den größten Hallen in Deutschland gehörte, hat es höchstwahrscheinlich Begehrlichkeiten geweckt.
Alles sonst wäre reine Spekulation.
Die Reithalle wurde während des Krieges komplett zerstört.

Quellen:
https://netzwerk.hypotheses.org/1158
http://www.wikipedia.org





Vorheriger Beitrag    Nächster Beitrag
 
Werbung