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Historische Notlandestelle der Ozeanflieger Chamberlin und Levine bei Klinge neu markiert!
04.07.2017 21:54 - Frank Henschel
Am 4. Juni 1927 machten sich zwei Amerikaner, der Pilot Clarence Chamberlin und sein Passagier Charles Levine von New York auf, zu einem Nonstop-Flug nach Europa. Berlin war als Ziel anvisiert. Damit sollte der wenige Tage zuvor nach Paris geflogene Charles Lindbergh übertroffen werden.
Die Atlantiküberquerung gelang Chamberlin und Levine. Etwa 150 000 begeisterte Berliner warteten fieberhaft auf die Landung der Helden in Tempelhof. Doch über Deutschland verflogen sich die beiden mehrfach und zweimal ging ihnen gar das Benzin aus. Notlandungen bei Eisleben und Klinge waren die Folge. In Klinge misslang die Notlandung. Die Flugzeugräder versanken auf einer sumpfigen Wiese und das Flugzeug, die WB 2 Bellanca „Miss Columbia“, landete spektakulär auf dem Kopf. Dabei brach auch der Propeller.
Und so schaute die Welt, die zu der Zeit Flugrekorde mit großer Begeisterung verfolgte, nicht nach Berlin sondern nach Klinge und nach Cottbus, die die Gunst der Stunde für weltweite Publicity nutzten.
Neben dem „Columbiadamm“ in Berlin, erinnerten später noch zwei weitere Orte an diesen Flug.
Das „Chamberlin-Haus“ in der Klinger Bahnhofssiedlung und ein Steinhaufen mit einem Baum an der Landungsstelle. Der Gasthof „Chamberlin“ ist heute ein Wohnhaus.
Anlässlich einer Veranstaltung des Forster Geschichtsstammtisches zum 90. Jubiläum des Ozeanfluges, setzte das Gartenbauunternehmen Michael Max aus Cottbus-Merzdorf, den historisch belegten Feldsteinhaufen neu.
Für die freundliche und unkomplizierte Unterstützung sei Michael Max auch an dieser Stelle herzlich gedankt.
Die durch den Tagebau verloren gegangene Landmarke und ein geschichtsträchtiger Ort hat so wieder ein erstes Gesicht bekommen, der nun weiterer Gestaltung bedarf. Das 100 jährige Jubiläum des Ozeanfluges mit der Notlandung in Klinge im Jahr 2027 sollte Ansporn sein, diesen Erinnerungsort weiter zu entwickeln.

Frank Henschel
f.henschel@gmx.de

Fotos:
Jens Dräger (Forster Wochenblatt)
Sammlung: Frank Henschel und Michael Galle
Wikimedia Commons: Autor SchiDD




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